1,5 Jahre nach dem Moschee-Vorfall war die DITIB zu Gast im Gemeinderat

Besser spät als nie - unter diesem Motto könnte man die Aussprache zum Bericht der DITIB am Montag im Gemeinderat beschreiben. Leider war im Bericht über die eigene Arbeit des Moscheevereins in Süßen kein Wort zu hören zu den Geschehnissen in der Süßener Moschee Anfang 2018 (Gebete des Imams mit Kindern für den Sieg der türkischen Armee in den Kurdengebieten), weshalb die Vertreter erst auf Nachfrage dazu Stellung nahmen bzw. nehmen mussten.

Unser Fraktionsvorsitzender Simon Weißenfels, fragte die anwesenden Vertreter der DITIB nach den Konsequenzen, welche der Moscheeverein aus diesen Geschehnissen gezogen hätte. Leider blieben die Antworten darauf offen, da die Vertreter zwar ihr Bedauern zu diesen Vorfällen äußerten, den weiteren Blick in die Vergangenheit aber nicht fortführen wollten.
Nur auf mehrfache Nachfrage bestätigten die Vertreter des Moscheevereins zudem, dass der Imam weiterhin in der Moschee predigt und dies auch noch bis Sommer 2020 so sein wird.

Für uns als Fraktion ist das Verhalten des Moscheevereins DITIB hier in Süßen weiterhin nicht nachvollziehbar. Weder am Montag noch in der Vergangenheit wollte man über die Geschehnisse sprechen, während in der Süßener Bevölkerung großes Interesse daran ist, was in der Moschee passiert ist bzw. ob sich solche Vorfälle wiederholen. Der türkische Staat nimmt über die DITIB weiterhin organisatorisch und finanziell Einfluss auf die Moscheen und praktizierte Religion, dies geschieht flächendeckend und Süßen ist kein Einzelfall. Daher werden wir als CDU dieses Thema weiterhin auf der Agenda behalten, da für uns die Aussagen der DITIB-Vertreter weiterhin sehr unzureichend sind.

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